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Content-Marketing: Neuer Trend 2017?

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Im Oktober 2016 überstieg das mobile Internet erstmals das stationäre. Mehr als 50 Prozent der Internetnutzer griffen über Smartphones oder Tablets auf Inhalte zu. Werbung ist über mobile Endgeräte schwer zu realisieren – wird also der Content das neue heiße Ding im Jahr 2017?

Content wird cool

Content gehört in den Bereich Social Media. Beim Content dreht es sich vor allem darum, Inhalte zu generieren. Das heißt im Normalfall: Texte schreiben.

Also Blogs? Nein, Content ist nicht automatisch ein Blogartikel. Häufig sind Blogs und Websites die Content-Maschinen im Netz. Doch Content ist mehr als nur ein Blogtext. Genauso ist Social Media so viel mehr als nur Facebook.

Ich mache die Erklärung am Beispiel Social Media. Die Definition habe ich dem Wikipedia-Artikel entnommen:

“Social Media (auch Soziale Medien) sind digitale Medien und Technologien (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen.”

Worum geht es also? Um den Austausch von Inhalten und das Erstellen von Inhalten. Es geht also um: Kommunikation. In dieses Spannungsfeld zwischen Inhalt und Austausch sollte Content-Marketing greifen.

Reklame wird immer stärker ignoriert oder sogar bekämpft – die große Klagewelle gegen Adblocker Plus unterstützt diese Aussage.

Es gibt gleichzeitig auch bedenkliche Entwicklungen – etwa den starken Anstieg an Schleichwerbung insb. in den Bereichen Beauty-Blogging. Doch gutes Content-Marketing sollte sich dadurch auszeichnen, dass es vor allem ehrlich und offen mit dem Werbecharakter umgeht.

Content Gap: Generationen reagieren unterschiedlich auf Inhalte

Bildquelle t3n via adweek
Bildquelle: via t3n

Eine in Adweek publizierte Studie von Olapic zeigt deutlich wie unterschiedlich (US-amerikanische) Konsumenten mit verschiedenartigen Inhalten umgehen.

Die Babyboomer-Generation (geboren ab Ende Zweiter Weltkrieg bis etwa Mitte/Ende 1960er) bevorzugt bspw. nur zu 50 Prozent Bildinhalte – dafür eher Texte und Videos.

Die Millennial-Generation (geboren ab 1980er bis 2000) ist hier wesentlich visueller geprägt: Im Gegensatz zu den Babyboomern, die Facebook bevorzugen, nennen sie häufiger den Bilderdienst Instagram als liebsten Social-Media-Kanal. Dazu kommt: Millennials bevorzugen zu etwa 75 Prozent Bildinhalte. Hier ein schneller Überblick, was die Millennials bzw.

Make good content: So wird Content generiert

Content ist also nicht einfach nur der Inhalt, der übermittelt wird. Am Ende geht es um die richtige Kommunikation mit der Zielgruppe. Das Kommunikat ist das, was Informationen und Mehrwert trägt.

Reklame und Werbung sind im Grunde auch Kommunikation, bei der ein Konsument vom Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung überzeugt werden soll.

Manche Werbungen gehen über Fakten wie Leistung, Qualität oder Marke, aber viele und immer mehr Unternehmen versuchen über Gefühle und emotionale Ansteckung zu verkaufen.

Was guten Content schlussendlich ausmacht ist der Nutzen für den Empfänger: Kenne deine Zielgruppe und du wirst wissen, was sie interessiert.

Geboren bis 1980: Give it straight – Fakten, Texte und ein paar Bilder

Die Generationen, die seit dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden und jetzt in ihren 40ern und älter sind, wollen vor allem: Informationen. Harte Fakten, Erklärtexte. Ein paar illustrierende und vor allem nützliche Bilder sind auch gut, aber kein Muss.

Geboren ab 1980: Get visual – Werbung funktioniert über Schauwerte

Egal ob Werbung, gut geschriebene Blogbeiträge oder hochwertig produzierte Videos: visuelle Schauwerte zünden am besten bei jüngeren Leuten bis in ihre 30er. Der Aufstieg von Instagram, Snapchat und den visuellen Features von Twitter, Facebook & Co. speziell bei einer jungen Generation zeigen das deutlich.

Fazit: Visueller werden, aber es nicht übertreiben

Erst kürzlich haben führende Media-Entscheider im t3n-Interview gemeint, dass Content-Marketing weiter zunehmen wird. Das ist die gute Seite.

Ich warne aber davor nun auf den Optik-Zug aufzuspringen. Gut geschriebene Texte und tolle Inhalte sind weiterhin wichtig. Infografiken oder andere Tools, mit denen Informationen hochwertig und kurzweilig aufbereitet werden können, werden immer wichtiger, wenn Sie alle Zielgruppen erreichen wollen.

Autor: Christian Allner

Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs aus Mitteldeutschland. Er arbeitet, studiert und lehrt (u.a. an der Uni Halle) zu Social Media, Marketing, Onlinerecht und spannenden digitalen Themen. Sein Fokus liegt auf Blogs, Plattformen wie Facebook, Tumblr und Pinterest, soziale Netzwerke und andere Trends. Parallel organisiert er Seminare und Workshops. Ein begeisterter Hobbykoch – kaufmännisch ausgebildet und multimedial studiert. Kreativer Texter, Dozent und Übersetzer.

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