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Generation Y vs. Generation Z: Nutzung von Social-Media-Plattformen

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Gern wird ja über die Generation Y und Generation Z gelästert: unentschieden, verhätschelt, empfindlich und politisch überkorrekt. Dass das nicht stimmt, sollte klar sein. Doch in jedem Klischee steckt auch Wahrheit – die Generationen unterscheiden sich. Doch wie sieht es mit ihrer Social-Media-Nutzung aus?

Generation Y: Überblick

Zunächst eine kurze Definition: Als sogenannte Generation Y (engl. wie generation why, also Generation Warum) oder Generation Me gelten alle Menschen, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden. Sie werden auch als Millennials bezeichnet und sind in einer Welt aufgewachsen, in welcher der Kalte Krieg beendet wurde, Terrorismus ein globales Phänomen wurde und das Internet aufkam. Sie sind damit auch die ersten sogenannten Digital Natives – also Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind.

Im Arbeitsleben gehe es bei der Generation Y hauptsächlich darum glücklich zu werden und einen Ausgleich zwischen Arbeit und Privatem zu finden. Die Generation gilt als kommunikativ und Harmonie suchend. Sie haben kein Problem mit flexiblen Arbeitsverhältnissen, Teilzeitmodellen oder leistungsorientierter Bezahlung.

Im Schnitt studieren Millennials auch recht lang und verstärkt auch diskursintensive Fächer wie Geisteswissenschaften. Das passt zum Mythos des Sinnsuchers und Fragers – eben der Generation Y.

Generation Y: Facebook und Twitter

Als Facebook 2004 aufkam, waren die zielgruppenorientierten Millennials zwischen 14 und 24 Jahre alt. Als Facebook, Twitter und die anderen sozialen Medien sich Ende der 2000er in Deutschland begannen zu etablieren waren die Millennials im Schnitt 20 bis 30 Jahre alt und damit gerade mit dem Studium fertig oder schon seit einigen Jahren in Arbeitsverhältnissen.

Facebook und Twitter sind – auch die traditionellen Medien – am bekanntesten und werden von der Generation Y am stärksten genutzt:

Infografik von Statista.de

 

Betrachtet man es entwicklungspsychologisch erscheinen diese Ergebnisse auch sinnvoll: Social Media haben Millennials vornehmlich als Spielerei kennengelernt und sehen aktuelle Trends wie Snapchat, Instagram oder Mastodon eher von einer Hobby- denn professionellen Perspektive aus.

Sie sind zwar mit dem Internet aufgewachsen, aber haben Social Media eher im späten Teenager oder frühen Erwachsenenalter kennengelernt. Sie waren bereits aus der experimentellen Phase ihrer Entwicklung herausgewachsen als aktuelle Videomessenger wie Snapchat aufkamen oder sich Berufe wie Influencer oder YouTuber etablierten.



Generation Z: ein Überblick

Die Nachfolgegeneration wird alphabetisch folgerichtig die Generation Z genannt und umfasst grob alle Menschen, die zwischen 1995 und 2010 oder auch zwischen 2000 und 2015 geboren wurden. Als zweite Generation nach der Generation Y gilt die Generation Z als intrinsisch verbunden mit digitaler technologie: iPods, Smartphones, LTE und VR sind Technologien, mit denen sie aufgewachsen sind.

Anders als die sinnsuchende Generation Y will die Generation Z darstellen. Karriere, Business, materielle Werte und Statussymbole zeichnen die Generation Z aus. Sie wollen vor allem Anerkennung, was wiederum dazu passt, dass sie verstärkt prestigegeladene Studienfächer studieren. Ingenieurswissenschaften, Jura, Medizin, Business Administration usw. haben geistes- und naturwissenschaftliche Fächer überholt.

Infografik von Vexcash.com

Selbst das Forbes Magazine hat sich bereits Gedanken über die Generation Z gemacht. Im Gegensatz zur hinterfragenden und den Status Quo herausfordernden Generation Y will die Generation Z in etablierten Branchen Karriere machen. Das kann in Ländern wie den Vereinigten Staaten bedeuten, dass sie vermehrt Unternehmen gründen, aber in Deutschland bedeutet es vermutlich eher das Streben nach Anstellungen bei Banken, Gerichten oder Großkonzernen. Das hat u.a. mit dem fehlenden Unternehmergeist in Deutschland zu tun – Selbständigkeit, Unternehmertum und Gründergeist sind hier nicht so stark etabliert wie in anderen Ländern.

Generation Z: Snapchat, Instagram und YouTube

Der starke Wille nach Anerkennung und Repräsentation trägt aber auch in den sozialen Medien eine deutliche Handschrift: Mitglieder der Generation Z nutzen vor allem visuelle Medien wie Snapchat, Instagram oder YouTube am stärksten – wesentlich intensiver noch als die Generation Y. Das Präsentieren nach außen in Form gestylter Bilder, schräger Videos oder anderer Inhalte ist bei der Generation Z stark ausgeprägt.

Woran kann das liegen? Die Kombination aus allgegenwärtiger, da damit aufgewachsener Technologie und dem Willen nach Anerkennung führt zur Darstellung des Selbst in den sozialen Medien. Noch nie hatte es eine Generation so einfach auf Daten zugreifen zu können oder selbst Inhalte zu erstellen. Smartphone, Tablet oder Notebook sind mobil und haben integrierte Aufnahmemöglichkeiten, die in der Qualität manchen Filmstudios nahe kommen.

Die Generation Z hat ein höheres Sicherheitsstreben in beruflicher Hinsicht, aber scheint wesentlich freigiebiger mit persönlichen Inhalten umzugehen – allen voran dem eigenen Selbst oder zumindest dem konstruierten Selbstbild.

Fazit: Generationen und Ansichten

Es wird stark diskutiert ob es überhaupt eine Generation Z gibt und ob nicht in die Generation Y zu viel hineininterpretiert wird. Darüber hinaus unterscheiden sich die einzelnen Generationen auch in verschiedenen Kulturräumen.

Die Babyboomer-Generation hat sich in Deutschland gänzlich anders gezeigt als in den Vereinigten Staaten und ein 1980 geborener Millennial aus den neuen Bundesländern hat die ersten 10 Jahres seines oder ihres Lebens noch in einem sozialistischen Land verbracht, wurde dort sozialisiert und musste die Jugendjahre mit den Einheitsschmerzen verbringen, die durch den Wegfall der kindlichen Umwelt entstanden. Hierdurch entstehen ganz eigene Biografien.

Interessant scheinen dennoch die unterschiedliche Nutzung sozialer Medien durch die jeweiligen Altersgruppen und die deutlich erkennbaren Präferenzen in der Kanalwahl.

Autor: Christian Allner

Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs aus Mitteldeutschland. Er arbeitet, studiert und lehrt zu Social Media, Online-Marketing und Unternehmenskommunikation. Sein Fokus liegt auf Blogs, Plattformen wie Facebook, Tumblr und Pinterest, soziale Netzwerke und andere Trends. Parallel organisiert er Seminare und Workshops. Ein begeisterter Hobbykoch – kaufmännisch ausgebildet und multimedial studiert. Kreativer Texter, Dozent und Übersetzer.

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