Gooligan, Goldeneye & Co. – Wie verbreitet ist Schadsoftware?

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Gerade erst ist die apokalyptische Gooligan-Software ans Tageslicht gekommen, da wurde bekannt, dass nun auch über das eigentlich seriöse Jobportal der Agentur für Arbeit Schadcode verbreitet wird. Die Ransomware Goldeneye erpresst Personalabteilungen, denn in täuschend echt wirkenden Bewerbungsschreiben findet sich statt dem Lebenslauf schädliche Software im Anhang.

Bei dieser Masse neuer Gefahren stellt sich aber die Frage: Nimmt die Zahl an Viren, Trojanern und Schadsoftware wirklich zu?

Betriebssystem entscheidet über Menge an schädlicher Software

Weltweit gibt es drei wichtige Betriebssysteme: Windows von Microsoft, MacOS von Apple und die verschiedenen Linux-Distributionen.

Mit über 80 Prozent Marktanteil in Deutschland dominiert deutlich Microsofts Windows. Das bedeutet auch, dass die meisten Viren, Trojaner und andere Schadprogramme für Windows programmiert werden. Denn durch seine Dominanz als vorherrschendes Betriebssystem ist es ein lohnenswertes Ziel für Hacker.

Gegen diese Gefahr helfen verschiedene Schutzmechanismen. Neben der regelmäßigen Aktualisierung und Sicherung des Betriebssystems empfiehlt sich zumindest bei Windows auch ein Antivirenprogramm. Regelmäßig werden Tests durchgeführt.

Die Gewinner bei Antivirenprogramm-Vergleichen, welche von Netzsieger.de frei online zur Verfügung gestellt werden, sichern das eigene System sehr gut ab. Bekannten Namen wie Bit Defender, Norton oder Kaspersky kann ich ruhig vertrauen. Doch auch hier gilt: Immer die Software aktuell halten, denn auch Antivirenprogramme haben Schwachstellen.

Außerdem sollte bedacht werden, welches Endgerät man verwendet. Wo bei stationären Betriebssystemen Windows dominiert, ist es bei mobilen Betriebssystemen Android:

Infografik: Android dominiert den internationalen Markt | Statista
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Obwohl Android ursprünglich eine Linux-Entwicklung war, ist es vor Viren wie Gooligan nicht sicher. Androids Popularität im mobilen Betriebssystem-Markt führt zu einem deutlichen Anstieg von Angriffen.

Statistische Verteilung von Trojaner-Angriffen weltweit

Bei den häufigsten Ransoware-Angriffen weltweit liegt Deutschland lediglich auf Platz 4 – hinter Kanada, den Vereinigten Staaten und Kasachstan. Lediglich 0,63 Prozent von Angriffen mobiler Erpresser-Trojaner waren gegen Deutsche oder deutsche Organisationen gerichtet.

Spitzenreiter dieser Statistik ist Kanada mit 0,95 Prozent aller Angriffe – also etwa einem Drittel mehr als Deutschland.

Immer kürzere Entwicklungszeiten

Vor allem kommt hinzu, dass den Software-Entwicklern immer weniger Zeit bleibt, um eine neue Version zu entwickeln. Im Jahrestakt werden neue Smartphone-Generationen aufgelegt. Laut dem Moore’schen Gesetz verdoppelt sich die Rechenleistung eines Computers alle 18 Monate. Das ist inzwischen sogar schon unterschritten. Diese gehetzte Entwicklung lässt den menschlichen Programmierern  nicht immer Zeit neue Software auf ihre Sicherheit hin zu testen.

Infografik: Sicherheitsrisiko Software | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

In den gängigsten Browsern finden sich viele Sicherheitslücken, dazu in Java und Flash Player – beides Programme, die für das Abspielen von Videos oder Zusatzfunktionen auf vielen Websites gebraucht werden.

Autor: Christian Allner

Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs aus Mitteldeutschland. Er arbeitet, studiert und lehrt zu Social Media, Online-Marketing und Unternehmenskommunikation. Sein Fokus liegt auf Blogs, Plattformen wie Facebook, Tumblr und Pinterest, soziale Netzwerke und andere Trends. Parallel organisiert er Seminare und Workshops. Ein begeisterter Hobbykoch – kaufmännisch ausgebildet und multimedial studiert. Kreativer Texter, Dozent und Übersetzer.

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