Eine handelsübliche Smartwatch.

Internet der Dinge: Mehr als 90 % der Deutschen verzichten auf Smart Services und Devices

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Ein Unternehmen, welches bereits die sozialen Medien dazu verwendet, einen höheren Traffic auf der Webseite zu generieren und damit neue Werbewege erkennt, ist in der Regel auf einem guten Weg. Allerdings reicht das noch lange nicht aus, um sich dem Thema Digitalisierung anzunähern und erfolgreich zu gestalten.

Weniger als 9 % der Deutschen nutzen Smart Devices

Gerade, wenn es um digitale Geschäftsmodelle geht, den sogenannten Smart Services, fehlt es an vielen Stellen noch an entsprechender Kenntnis. Doch worum handelt es sich dabei genau und welche Vorteile kann ein Unternehmen daraus schöpfen? Bis 2020 soll es weltweit rund 20,4 Milliarden vernetzte Geräte geben. Bereits im letzten Jahr waren 6,4 Milliarden Geräte durch Funk, Bluetooth oder WLAN miteinander vernetzt.

Der Vorteil vernetzter Geräte ist nahe liegend: Eine Klimaanlage in einem Konferenzraum auf einer Messe bemerkt durch integrierte Überwachungssoftware einen Abfall der Leistung. Voraussichtlich wird sie in einer Woche ausfallen. Doch dann ist der Konferenzraum belegt – also kann entweder die Klimaanlage nicht eingeschaltet werden oder der Techniker kann sie nicht reparieren. Mit Smart Services kontaktiert die Klimaanlage eigenständig den Techniker, der sich um die Wartung kümmert.

Weltweites Wachstum und Anzahl der vernetzten Geräte im Internet der Dinge bis 2020.

Weltweites Wachstum und Anzahl der vernetzten Geräte im Internet der Dinge bis 2020.

In Deutschland wird laut TechNavio/Deloitte/Statista bis 2018 ein jährlicher Umsatz von 24,5 Milliarden Euro gemacht. Bereits 2020 soll sich das auf 50,1 Milliarden Euro Umsatz mehr als verdoppeln. Die IoT-Szene ist ein stark wachsender Sektor. Doch im Alltag sind IoT-Geräte bislang kaum verbreitet: Knapp 9 Prozent aller Deutschen hat überhaupt einen Funklautsprecher (das entspricht etwa 7,4 Millionen). Danach kommen dann mit nur noch 4 Prozent Fitness Tracker oder Smart Watches.

Verbreitung von IoT-Geräten in Deutschland (CC BY-SA via statista.de).

Verbreitung von IoT-Geräten in Deutschland (CC BY-SA via statista.de).

Markt wird bis 2020 aber beträchtlich wachsen

Laut Branchenschätzungen soll sich das aber ändern. Der Markt für vernetzte Geräte soll sich aber stark erhöhen. Für 2020 wird von knapp 25 Milliarden vernetzten PCs, Smartphones und Tablets ausgegangen. Nochmal so viele Geräte – nämlich 25,01 Milliarden Geräte sollen ebenfalls mit dem Internet verbunden sein.

Infografik: Internet of Things wird bis 2020 alltäglich | Statista
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Um 2020 werden also über 50 Milliarden Geräte mit dem Internet kommunizieren – genauso viele Smartphones oder PCs werden das dann tun wie bspw. Kühlschränke, TV-Geräte o.Ä. Der Markt für vernetzte Geräte und damit verbundene Dienstleistungen wächst.

Eine kürzlich veröffentlichte Deloitte-Studie errechnete bereits für 2016 einen Gesamtumsatz von IoT-Geräten in Deutschland von 13,7 Milliarden Euro.

Industrie 4.0 in der Praxis

Immer wieder wird von der Politik im Rahmen der Agenda 4.0 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Industrie 4.0 geredet. In anderen teilen der Welt spricht man vom Internet of Things – dem Internet der Dinge. Es wird angemerkt, dass Produktivität und Effizienz in vielen Unternehmen gesteigert werden könnten. Ein Stichwort ist dabei die Vernetzung von mechanischen Fertigungsprozessen mit digitalen Systemen der Erfassung, sowie Produkten und Lösungen eines Unternehmens. Kurz: Eine Plattform zur Datenintegration.

Eine solche Form der Datenintegration ist auch die Grundlage, auf der Unternehmen wie eurodata ihr Geschäftsmodell aufbauen. Sie haben es in den vergangenen Jahren geschafft, die notwendige Technik zur Vernetzung übergreifender Prozesse auch mittelständischen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Damit haben nicht mehr nur die großen Konzerne die Möglichkeit, das Thema Digitalisierung anzugehen und neue Technologien zu etablieren.

Bedeutend auch für den Mittelstand

In der Tat kann der Einsatz von Datenmigration besonders für mittelständische Unternehmen von elementarer Bedeutung sein. Denn es handelt sich um eine Möglichkeit, die dazu beiträgt, dass die Kluft zu den Marktführern einer Branche nicht noch größer wird, als dies ohnehin schon der Fall ist. Zurecht weisen Experten deshalb darauf hin, dass selbst mittelständische Unternehmen nicht länger damit warten sollten, sich der neuen Möglichkeiten zu bedienen.

Im Kern ist es die Steigerung des Outputs ohne die parallele Erhöhung der Arbeitslast, welche die Digitalisierung der Fertigungsprozesse nach vorn bringen kann. In der Folge handelt es sich um eine Möglichkeit, die in Deutschland ein bislang ungeahntes wirtschaftliches Potenzial freisetzen könnte, wenn es zum flächendeckenden Einsatz der neuen Möglichkeiten kommt. Im Bericht Smart Service Welt – Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft macht auch die Regierung deutlich, was sie sich von den neuen digitalisierten Möglichkeiten erhofft.

Einsatzgebiete für vernetzte Geräte

Bis sich auf der Basis der neuen Technik normale Betriebe in eine Smart Factory verwandeln, werden natürlich einige Jahre vergehen. Dennoch verschließen viele Unternehmer die Augen vor den großen finanziellen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, welche ihnen die Verknüpfung von digitaler und physischer Welt bietet. Bereits die Kosten, welche zunächst bei der Einführung entstehen, finanzieren sich innerhalb kurzer Zeit von selbst. Schließlich ist es im Anschluss an die Investition möglich, den eigenen Output erheblich zu steigern. Doch nicht nur in der Fertigung können Firmen diese Vorteile ausnutzen, denn speziell die Logistik lässt sich mit der Agenda 4.0 weiter nach vorn bringen.

Smart Devices sollten kein Zukunftsthema sein

Die Dynamik, welche die Integration von Daten in den kommenden Jahren in unserer Wirtschaft freisetzen könnte, ist also nicht zu verkennen. Nun steht die Frage im Raum, wie schnell es einzelnen Unternehmen gelingen kann, sich diesen Zielen zu verschreiben und den Fortschritt im eigenen Betrieb zu fördern. Dies wird nach wie vor die wichtigste Aufgabe sein, die nicht von der Politik übernommen werden kann. Diese muss wiederum versuchen, durch entsprechende Vergünstigungen materielle Reize zu setzen, die immer mehr Unternehmer in Deutschland dazu bringen, dieses Potenzial in den eigenen Betrieb zu integrieren. Dann handelt es sich um die ideale Möglichkeit, um die Überlegenheit des Wirtschaftsstandorts Deutschland über viele Jahre hinaus zu wahren.

Autor: Christian Allner

Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs aus Mitteldeutschland. Er arbeitet, studiert und lehrt zu Social Media, Online-Marketing und Unternehmenskommunikation. Sein Fokus liegt auf Blogs, Plattformen wie Facebook, Tumblr und Pinterest, soziale Netzwerke und andere Trends. Parallel organisiert er Seminare und Workshops. Ein begeisterter Hobbykoch – kaufmännisch ausgebildet und multimedial studiert. Kreativer Texter, Dozent und Übersetzer.

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